MesseCity

Als sehr großes, zentral gelegenes Grundstück bietet das ehemalige Barmer Viertel die Chance ein großes Stück Köln als zusammenhängendes Quartier mit einer übergeordneten Idee zu entwickeln. Für unterschiedlichste Nutzer werden eigenständige Identitäten geschaffen; gleichzeitig bleibt ein übergreifender, innerer Zusammenhang des Quartiers erhalten.

Das Areal wird vornehmlich aus der dynamischen Perspektive wahrgenommen. Dies geschieht vor allem von der Bundesbahn aus, wobei sowohl Gebäudesequenzen als auch Freiraumsequenzen sich in unterschiedlicher Länge abwechseln. Daraus ergibt sich eine Raumabfolge zur Bahn, welche der Besucher aus sich ständig ändernden Perspektiven wahrnimmt. Die im Städtebau festgelegten Baukörper greifen das Thema der Dynamik des Ortes auf und bewegen sich innerhalb der städtebaulichen Figur entsprechend der jeweiligen Situation.

Dies geschieht zum einen in der horizontalen, wo sich Gebäude aufeinander zu bewegen und Zwischenräume sich dadurch verjüngen und trichterförmige wieder aufweiten; zum anderen findet diese Bewegung auch in der vertikalen als Silhouette, insbesondere zur Bahn hin statt. Hochpunkte lenken an den städtebaulich markanten Punkten um und bilden Adressen.
Aus Ort und Städtebau werden als zentrales Thema die Bewegungen innerhalb der Baukörper und über die Baukörper hinweg abgeleitet. Die Dynamik wird Thema eines übergeordneten Gestaltungskanons, welcher Gebäuden unterschiedlicher Materialität und Fassadengestaltung einen inneren Zusammenhang verleiht.

Projektdaten

Auftraggeber: MesseCity GmbH, Unternehmen der STRABAG und ECE

Oezen-Reimer + Partner