Poppelsdorfer Allee

Ziel des Entwurfes ist es, die südstadttypischen Blockstrukturen aufzunehmen und die Raumkante entlang der Poppelsdorfer Allee fortzuführen. Des Weiteren ist beabsichtigt die für die Südstadt ortsprägende Bautypologie aufzunehmen und weiterzuführen. Das heißt im Wesentlichen stehende Hausproportionen mit Vor- und Rücksprüngen, sowie Vorgärten und Hausgärten auszubilden. Diese Bautypologie soll sich auch im Blockinneren fortsetzen.

Das städtebauliche Konzept sieht vor, dass es zukünftig keinen Hochpunkt an der Poppelsdorfer Allee gibt.
Maßstab der Höhenentwicklung entlang der Poppelsdorfer Allee ist im Entwurf der ehemalige Bürgerverein, der ursprünglich an der Stelle des Hotel Bristol stand und in seiner Maximalhöhe dem Poppelsdorfer Schloss entsprach.
Somit sind 6 Vollgeschosse und 2 Staffelgeschosse vorgesehen.

Im Bereich der Prinz-Albert-Straße sowie am Bonner Talweg werden die Neubauten im direkten Anschluss an die bestehenden Altbauten entsprechend abgestaffelt, um einen harmonischen Übergang zu erreichen.
Der Geländeniveauunterschied von der Poppelsdorfer Allee zum Blockinnern im 1. Geschoss soll bestehen bleiben. Im Innenbereich können somit Baukörper mit 5 Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss realisiert werden ohne die höher gelegenen Altbauten in der Heinrich-von-Kleist-Straße optisch zu beeinträchtigen.

Das architektonische Konzept sieht vor im Blockinnern sowie in der Blockrandbebauung einzelne Häuser auszubilden. Es werden Adressen gebildet, welche in ihrer Individualität für die zukünftigen Bewohner starke Identitäten stiften.
Der Entwurf weist Einzelhäuser auf, die in ihrer Gebäudeproportion als “stehende Häuser” den Haustypen Südstadthaus oder gründerzeitlichen Stadthäusern entsprechen. Hierdurch entsteht der Charme des “Stadthauses” entlang der Blockrandbebauung und innerhalb des Blockes der Typus “Stadtvilla”.

Vor- und Rückspünge, Fassadenelemente unterschiedlichster Materialität sowie Zäsuren im Sockelbereich sollen Charakter und Individualität der einzelnen Häuser unterstreichen. Der Entwurf beabsichtigt diese Wertigkeit nicht nur im Blockinnern sondern auch zum Blockrand zu transportieren, um ein Gesamtensemble abzubilden, das als Fortführung der Südstadt bzw. Stadthaustypologie zu verstehen ist. Weiterhin ist beabsichtigt die Thematik der Stadtvorgärten aufzunehmen, wodurch die Häuser im Erdgeschoss durch eine halbprivate Zone vom angrenzenden Straßenraum getrennt werden. Hierdurch wird die Bildung einzelner Adressen und Privatheit nochmals unterstrichen.

Projektdaten

BGF o.i.: 53.442 m²
Auftraggeber: Zurich Deutscher Herold Lebensversicherung AG

Oezen-Reimer + Partner