Pützchen Chaussee

Um an der prominenten Straßenkreuzung eine adäqute Adresse abzubilden und außerdem zu den angrenzenden Industrie- und Gewerbeflächen harmonische Übergänge zu schaffen, wird das Kopfgebäude mit repräsentativen Funktionen wie Büros, Arztpraxen und kleinteiligem Einzelhandel im Erdgeschoss belegt.
Die geplanten Baukörper entlang der viel befahrbarenen Pützchen Chaussee schirmen den dahinter liegenden Innenhof ab wodurch hier hohe Aufenthaltsqualitäten entstehen.

Die städtebauliche Form erlaubt eine perfekte Belichtung aller Wohnungen mit Ausrichtung nach Süden und Westen.
Keinerlei Hauptaufenthaltsräume müssen zur lärmbelasteten Pützchens Chaussée orientiert werden.

Aufgrund des heterogenen Umfeldes wird es zum Standortvorteil, dass die Wohnbebauung dank Ihrer flächenmäßig großen Ausdehnung dazu in der Lage ist sich selbst ein ansprechende homogenes Wohnumfeld zu schaffen. Einzelhandelsflächen im Kopfbau runden das Umfeld mit einer entsprechenden Nahversorgung ab.
Das verbleibende südliche Dreiecksgrundsstück kann ebenfalls mit gegenüber dem Wohnen verträglichem Gewerbe entwickelt werden um einen harmonischen Übergang zu den angrenzenden Gewerbe zu schaffen.

Die Architektur zeichnet sich durch kubische Häuser ohne reine Staffelgeschosse aus. Vor- und Rücksprünge sowie differenzierte Materialitäten machen einzelne Häuser ablesbar, um individuelle Adressen zu schaffen. Eine leicht dunkler abgesetzte Sockelzone gliedert die Häuser zusätzlich in der Vertikalen, sodass in Kombination mit der vertikalen Staffelung trotz der Größe der Anlage eine kleinteilige Fernwirkung entsteht. Farblich aufeinander abgestimmte Klinker, Holzfenster und ein Wechsel aus Flachstahlgeländern mit farbigen Glasbrüstungen ermitteln eine wohnliche Atmosphäre nach außen sowie nach innen.

Die Wohnungen gruppieren sich mit ihren zugeordneten Gärten im Erdgeschoss um einen allgemein nutzbaren Wohnanger mit Kinderspielplatz und Wasserfläche, welcher eine hohe Aufenthaltsqualität für die Bewohner bietet und zum Ort der Kommunikation für das neue Quartier wird. Vorgärten werden mit Hecken eingefasst um den Wohnungen im Erdgeschoss zur Straße hin eine gewisse Privatheit zuzuordnen. In der Tiefgarage werden alle Stellplätze untergebracht, so dass die gesamte Wohnanlage PKW-frei bleibt. Auf 28.000m² Bruttogeschossfläche entstehen ca. 140 Wohnungen bestehend aus 2-, 3- und 4-Zimmer-Wohnungen, im Kopfbau ca. 6.500 m² Büros, Arztpraxen und Einzelhandelsflächen sowie weitere 7.400 m² Gewerbeflächen im rückwärtigen Bereich.

Projektdaten

BGF o.i.: 28.000 m²
Auftraggeber: Renum Projektgruppe

Oezen-Reimer + Partner