In der Raste

Die städtebauliche Konzeption sieht ein Wohngebiet mit einer introvertierten Struktur vor. Alle Baukörper erhalten eine südwestliche oder südöstliche Ausrichtung. Die Grünstrukturen der Friedhofsanlage sollen mit dem Wohngebiet verknüpft werden.
Die Baukörper im Norden schotten die Schallemissionen der Bahntrasse ab. Gläserne Schallschutzwände verbinden die Baukörper, um eine durchgängige Barriere zu schaffen. Es wird eine Fläche von 25 m Tiefe zur Bahntrasse für eine zukünftige Entwicklung der Verkehrsachse eingehalten.

Die Gebäude werden 5-geschossig ausgebildet und erhalten Schallschutzgrundrisse. Das heißt, alle Aufenthalts- und Schlafräume orientieren sich zum schallgeschützten Plangebiet.

Im östlichen Teil des Plangebiets wird ein Quartiersanger mit einem Wasserspiel als identitätsstiftender Kommunikationsraum geschaffen. An der Gemeinschaftsfläche soll ein 7-geschossiges Appartementhaus positioniert werden. Die übrigen Baukörper werden als 4- und 3-Geschosser geplant, die zum Grünraum des Friedhofs an Höhe verlieren.

Die Baukörper werden in offener Bauweise als Blöcke zusammengefasst,so dass zwischen den Blöcken ein öffentlicher Außenraum definiert wird. Dieser Gemeinschaftsraum wird mit Bäumen, Sitzmobiliar, Spiel-, und Wasserflächen gestaltet.
Der Innenraum der Blöcke dient der privaten Gartennutzung.

Die städtebauliche Konzeption ermöglicht einen Wohnungsmix mit Typen von zwei bis fünf Zimmer Wohnungen. Es wird eine gesunde Durchmischung von Studenten, Singles, Familien und Senioren ermöglicht. Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum in Bonn wird mit dem neuen Plangebiet ein Stück weit beantwortet.

Die städtebauliche Figur des Plangebiets bildet eine robuste Struktur, die eine partielle Entwicklung unabhängig von Eigentumsverhältnissen und Chronologie ermöglicht.

Projektdaten

BGF o.i.: 50.566 m²
Städtebauliche Studie für die Stadt Bonn

Oezen-Reimer + Partner